Gsche­cht

Was im Jahr 1990 mit 20 musikbegeisterten Leuten, einem Toyota Corolla, einem Land Rover und vielen Zugfahrten begann, ist heute ein Verein mit 56 Mitgliedern, zahlreichen Carfahrten und etwas mehr Struktur – aber mit derselben Begeisterung wie damals. Schon jeher war es uns wichtig, jede Fasnacht unter ein spezielles Motto zu stellen und dies in teilweise auch unkonventionellen Kleidern, Grinden, Plakaten und diversen anderen Ideen originell zu gestalten.

Sucht man im Duden den Begriff «Ämmegosler» findet man folgendes:

Doch hinter dem Namen Ämmegosler steckt weit mehr als nur Musik – nämlich eine uralte Sage.

Man erzählt sich, dass im Jahre 1495 in der kleinen Ämme beim Chalchloch ein furchtbares Ungeheuer sein Unwesen trieb. Nächtelang hallten schaurige Laute durchs Tal, so grausam, dass den Leuten das Blut in den Adern stockte. Manche behaupteten gar, das Wesen sei in Vollmondnächten aus dem Wasser gestiegen und habe den Mond angeheult – halb Mensch, halb Tier, in Schlamm gehüllt und mit funkelnden Augen. Fünf mutige junge Männer schworen damals, dem Spuk ein Ende zu setzen. Mit langen, knorrigen Stecken machten sie sich auf den Weg, um das Ungeheuer zu vertreiben. Doch keiner von ihnen kehrte jemals zurück. Man sagte, ihre Seelen seien eins geworden mit der Ämme – und manchmal, wenn der Mond hell aufs Wasser fällt, könne man sie noch heute sehen: gespenstische Gestalten, grün-braun vom Schlamm, die mit ihren Stecken durchs Wasser «goslen». Viele Jahrhunderte schwieg man über diese Begebenheit. Bis eines Nachts – fast 500 Jahre später – wieder ein paar junge Leute an der Ämme sassen, tranken, lachten und festeten. In dieser Vollmondnacht glaubten sie, einen der alten Gosler aus dem Wasser steigen zu sehen. Er blickte sie an – und verschwand so rasch, wie er gekommen war.

Noch ganz erschrocken beschlossen die jungen Männer, die Erinnerung an diese geheimnisvollen Gestalten wachzuhalten. So gründeten sie die Guuggemusig Ämmegosler – zu Ehren der fünf mutigen Burschen von einst.

Seither kehren die Geister jedes Jahr zurück – spätestens dann, wenn am Aschermittwoch die Letzten leicht schwankend aus der Gosler-Bar zur Ämme torkeln und im Nebel verschwinden…

Üses Härz schlat musig!

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